Ärztliche Versorgung

Das Gesundheitssystem in der Dominikanischen Republik ist gut. In den meisten Orten (besonders in Touristenzentren) gibt es mehrere Ärzte und Kliniken. Bezahlt wird nach der Behandlung gegen Quittung. Die Kosten für einen Klinikaufenthalt müssen vorab entrichtet werden.

Devisenbestimmungen

Ein- und Ausfuhr von Landeswährung sind verboten. Die Einfuhr von Fremdwährungen muss deklariert werden, die Ausfuhr abzüglich der getauschten Beträge.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft, Condominio Plaza Intercaribe, Ecke Lope de Vega/Dr. Rafael A. Sánchez, Ensanche Naco, Santo Domingo, Tel. 565-8811 oder 565-8812, Fax 567-5014.
Deutsches Honorarkonsulat, Calle Beller 51, Puerto Plata, Tel. 586-6995, 586-5761, Fax 586-4249.

Österreichisches Honorargeneralkonsulat, Calle Primera 3, Ensanche Bella Vista, Santo Domingo, Tel. 532-2591/96, Fax 535-3939, 535-3953.

Schweizer Konsulat, Calle El Recodo 3, Ensanche Bella Vista, Santo Domingo, Tel. 533-3781, 534-6944, Fax 532-3781.

Einreise

Zur Einreise (bis drei Monate Aufenthalt) benötigen Österreicher, Deutsche und Schweizer einen Reisepass, der ab Ankunftsdatum noch mindestens sechs Monate gültig sein muss.

Elektrizität

Die Netzspannung beträgt 110 Volt. Die Steckdosen sind für amerikanische Stecker ausgelegt. Nicht selten kommt es zu befristeten Stromausfällen (apagones), vor allem abends. Viele Hotels besitzen einen Generator (planta) zur Überbrückung. Trotzdem kann es hilfreich sein, eine Taschenlampe und/oder Kerzen im Gepäck zu haben.

Geld

Dominikanische Währung ist der Peso (RD-$), der 100 Centavos entspricht. Banknoten gibt es zu 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Pesos. Vor allem für Landausflüge und Guagua-Fahrten sollte man 5- und 10-Peso-Scheine in der Tasche haben, da größere Noten vielfach nicht gewechselt werden können.

Am besten nimmt man US-$ (bar und/oder Reiseschecks) mit, der Umtausch anderer Währungen kann problematisch sein. Unter den Kreditkarten finden Visa, AmEx und Mastercard die größte Akzeptanz. Geld sollte man bei Banken oder an Hotelrezeptionen tauschen; der Schwarzmarkt ist illegal, außerdem wird häufig betrogen.

Währungsrechner

Gesundheit

Offiziell sind keine Impfungen vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch Tetanus- und Polioschutz und eventuell eine Hepatitis-A-Prophylaxe. Malariavorbeugung ist nach vorherrschender Meinung nicht nötig, es sei denn, man hält sich längere Zeit im Grenzgebiet zu Haiti auf. Vor Magen- und Darmproblemen schützt man sich am wirkungsvollsten, indem man nur gereinigtes Wasser trinkt ("agua purificada", preiswert in Plastikflaschen) und Eiswürfel, Speiseeis, frische Salate und mit Wasser gemixte Fruchtsäfte meidet.

Aids ist in der Dominikanischen Republik ein heikles Thema, zumal der Sextourismus zunimmt. Die Zahl der mit Aids infizierten Frauen ist fast so hoch wie die der Männer. Begünstigt wird die Ausbreitung der Krankheit durch mangelndes Bewusstsein über ihre Tragweite. Auch Geschlechtskrankheiten (Syphilis, Tripper) sind relativ stark verbreitet.

Informationen

Dominikanisches Fremdenverkehrsamt, Kaiserstrasse 13, 60313 Frankfurt/Main, Tel. (069) 91397878, Fax 283430. E-Mail: Domtur@aol.com; Internet: http://www.dominicana-sun.com.

Insekten

Die bis zu fingerlangen Kakerlaken (cucarachas) sind vielleicht eklig, aber nicht gefährlich. Überaus lästig sind die Milliarden von Stechmücken, die auch in den Touristenzentren auftreten, obwohl man dort jeden Tag den Mann mit der Giftspritze durchs Grün eilen sieht. Tagsüber hat man vor ihnen meist Ruhe, in der Abenddämmerung können sie jedoch zu einer echten Plage werden. Schlimmer noch als die Moskitos sind in Bodennähe lebende Kriebelmücken (jejenes), gegen die Mückenmittel nur bedingt helfen. Wirkungsvoller ist es, sich am Abend Strümpfe und ein langärmeliges, dickeres T-Shirt anzuziehen. In manchen Landesteilen können Moskitonetze nützlich sein.

Kleidung

In der Bevölkerung wird großer Wert auf ein schickes Äußeres gelegt. Ein Tourist, der mit Badeschlappen, eng sitzender Badehose und knappem T-Shirt durch die Stadt läuft, macht sich lächerlich und beleidigt das Schönheitsgefühl der Dominikaner. Badesachen gehören deshalb nur an den Strand. Sonst trägt man am besten luftige Sommerkleidung aus Naturfaser, einen Pullover braucht man für kühlere Abende, gegen tropische Regengüsse schützt eine leichte Regenjacke. Für Wanderungen in den Bergen und in Nationalparks sollte man feste Schuhe einpacken.

Klima und Reisezeit

Da die Insel am Rand der Tropenzone liegt, herrscht ein feuchtwarmes Klima (Luftfeuchtigkeit 70-90 Prozent) mit Wechsel von Regenzeit im Sommer und Trockenzeit im Winter. Mai und August sind die niederschlagsreichsten Monate, Januar und Februar die trockensten. Allerdings kann man die Regenfälle nicht mit den europäischen vergleichen. Nur kurz und heftig prasseln die Schauer hernieder; nach einigen Stunden haben sich die Wolken aufgelöst, die Sonne strahlt wieder.

Da das Wetter wesentlich durch den Nordost- bzw. Südostpassatwind bestimmt wird, erhalten die Osthänge der Kordilleren häufig Niederschläge: die Halbinsel Samaná, die Nordküste, das Gebiet um San Cristóbal sowie die Ostflanken der Sierra de Baoruco. Ausgesprochen trocken, da vom Wind abgewandt, sind dagegen die Gebiete um Monte Cristi, die Enriquillo-Senke und der Südosten östlich Higüey.

Ideale Reisezeiten gibt es klimatisch gesehen nicht. In den Monaten September bis November können allerdings Hurricans auftreten. Tagsüber ist es an den Küsten das ganze Jahr zwischen 27 und 32 °C warm, in der Nacht sinken die Temperaturen kaum unter 20°. Kälter ist es in den Bergregionen, wo im Januar das Thermometer nachts unter 0° fallen kann. Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 26 und 31 °.

Krankenversicherung

Zwischen der Dominikanischen Republik und Deutschland, Österreich sowie der Schweiz bestehen keine Gesundheitsabkommen. Deshalb sollte man vor Reiseantritt eine Reisekrankenversicherung abschließen. Achten Sie darauf, ob auch ein Rücktransport bei schweren Krankheitsfällen damit abgedeckt ist.

Maße und Gewichte

Neben den metrischen Maßeinheiten werden in der Dominikanischen Republik altspanische und amerikanische verwendet. Benzin kauft man in amerikanischen Gallonen zu 128 Unzen (1 galón entspricht 3,785 Liter). Gewogen wird in amerikanischen Pfunden (libra), wobei 1 libra 16 Unzen (onza) hat und ca. 450 Gramm entspricht. 25 libra sind ein arroba, vier arroba ein quintal (etwa ein Zentner) und 20 quintales ergeben eine tonelada (Tonne). Stoffe misst man in yarda (1 Yard - 0,9144 Meter). In ländlichen Gebieten werden Flächen in tareas (624 qm) gemessen, in der Stadt in Quadratmetern (qm).

Notruf

Ambulanz, Polizei und Feuerwehr erreicht man landesweit unter Tel. 911.

Öffnungszeiten

Banken: Mo-Fr 8.30-15 Uhr.
Post: Mo-Sa 8-17 Uhr.
Geschäfte: Mo-Fr 8-19 Uhr, einige Läden haben auch Sa und Sonntagmorgen geöffnet.
Private Büros (und manche Geschäfte): Mo-Fr 8.30-12.30, 14.30-18.30 Uhr.
Ämter: Mo-Fr 7.30-14.30 Uhr.
Museen und Sehenswürdigkeiten: meist Mo geschlossen. Die offiziellen Zeiten ändern sich manchmal auch nach Lust und Laune der Wärter.

Souvenirs

Einkaufen wird all den Besuchern viel Vergnügen bereiten, die etwas von der Kunst des Feilschens verstehen; die Einheimischen beherrschen dieses Spiel perfekt und spicken es mit allerlei humorvollen und ebenso charmanten Einlagen. Als Mitbringsel beliebt sind vor allem Schmuckstücke aus Bernstein, dem türkisfarbenen Larimar, aus Gold oder Silber. Den Ankauf von Artikeln aus Schwarzer Koralle, Schildpatt und den großen Conch-Schnecken (auch Lambi genannt) sollte man im Interesse der Natur und der eigenen Sicherheit ablehnen: Handel und Ausfuhr dieser Materialien sind nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen strengstens verboten, ebenso die Einfuhr in die meisten europäischen Staaten und in die USA.

Nicht zu übersehen sind die bunten Gemälde in allen Formaten, die haitianische Laienkünstler in wahren Bilderwäldern überall dort aufstellen, wo ein Tourist vorbeikommen könnte. Außerdem kann man auf der Insel Korb- und Lederwaren, Schnitzereien, Macheten (Buschmesser), Karnevalsmasken und die berühmten Tonpuppen ohne Gesicht (muñeca sin rostro) aus der Gegend um Moca erwerben. Ein vergängliches, aber edles Souvenir sind die handgerollten Zigarren, die hier u. a. von der Firma Davidoff produziert werden.

Telefon

In fast jedem Ort ist es problemlos möglich, im Inland und ins Ausland zu telefonieren, und zwar von einer der Codetel- Zentralen (Compañía Dominicana de Teléfonos), die an dem orange-blauen Firmensignet zu erkennen sind. Man wählt die gewünschte Nummer und wird von einem Operador nach dem Namen des Teilnehmers und der Kabinennummer gefragt (in Spanisch oder, wenn nötig, in Englisch). Bezahlt wird am Ausgang. Die Tarife der neuen Telefongesellschaft Tricom sind bis zu 50 Prozent günstiger als die von Codetel. Inzwischen gibt es auf der Insel auch Telefonkarten mit Pin-Nummer (vergleichbar der deutschen T-Card) zu kaufen.

Vorwahl Deutschland 01149, Schweiz 01141, Österreich 01143; anschließend wählt man die Ortsvorwahl ohne die 0. Vorwahl aus Deutschland in die Dominikanische Republik: 001809. Telefoniert man innerhalb der Dominikanischen Republik von einem Ort zum anderen, muss man eine 1 vorwählen.

R-Gespräche nach Deutschland sind unter Tel. 1-800-7512149 anzumelden.

Die Codetel-Büros betreiben auch einen Telefax-Dienst; ein Fax nach Deutschland ist wesentlich billiger als ein Telefongespräch.

Trinkgeld - Steuern

Bei Übernachtungen in den Hotels werden auf den Grundpreis 23 Prozent aufgeschlagen, die sich aus 13 Prozent Steuern für das Zimmer und 10 Prozent für den Service zusammensetzen. Ebenso wird in den Restaurants auf die in der Speisekarte angegebenen Preise eine achtprozentige Steuer plus 10 Prozent für die Bedienung hinzugerechnet. Dennoch ist es üblich, seine Zufriedenheit mit dem Service mit einem Trinkgeld auszudrücken, das etwa 5-10 Prozent des Gesamtpreises ausmachen sollte.

Zeit

Es gilt die Atlantic Standard Time (MEZ minus 5 Stunden); während der europäischen Sommerzeit beträgt die Differenz 6 Stunden.

Zollbestimmungen

Erlaubt ist die Einfuhr von 1 Liter Alkohol, 200 Zigaretten und Geschenkartikeln im Wert von 100 US-$. Bei Mitnahme von teuren Kameras, Computern oder Kassettenrecordern sollte man glaubhaft machen können, dass sie für den persönlichen Gebrauch während des Aufenthalts bestimmt sind und wieder ausgeführt werden. Lässt man sich die Geräte bei der Einreise in den Pass eintragen, gibt es damit keine Probleme.

Feiertage

In der Dominikanischen Republik werden die katholischen Feiertage festartig zelebriert. Überall im Land kommt es zu großen oder kleinen Feierlichkeiten.

1. Januar: Neujahrstag.

6. Januar: Heilige Drei Könige.

21. Januar: Fest der Patronin des Landes, der Heiligen Jungfrau von Altagracia.

26. Januar: Día de Duarte.
Geburtstag von Juan P. Duarte, dem Gründer der Republik.

27. Februar: Día de la Independencia. Nationaler Unabhängigkeitstag. - Die Hauptrolle bei den Festlichkeiten des Karnevals (am Nationalfeiertag und an den Sonntagen davor), in denen sich spanische und afrikanische Einflüsse mischen, spielen die "Teufel" (diabolos), die in jeder Region anders ausstaffiert sind und Furcht erregende Masken tragen.

März/April: Semana Santa, Karfreitag und Osterwochenende.

1. Mai: Tag der Arbeit.

Mai: Christi Himmelfahrt.

Mai/Juni: Fronleichnam.

Juli/August: Merengue-Festivals. Wie tanzbegeistert und musikverrückt die Dominikaner sind, kann man in Santo Domingo feststellen. Vor mehreren Bühnen und vor allem auf dem Malecón startet eine riesige Open-Air-Disko mit karibischen Klängen.

15. August: Mariä Himmelfahrt.

16. August: Tag der Restauration. - Zum zweiten Mal im Jahr treiben im Karneval ausgelassene Teufel in phantasievollen Masken ihr Unwesen.

24. September: Tag der Schutzheiligen Nuestra Señora de las Mercedes.

12. Oktober: Día de la Raza. Tag der Entdeckung Amerikas, Kolumbustag.

1. November: Allerheiligen.

25. Dezember: Weihnachten.

Öffentliche Verkehrsmittel

Hauptorte lassen sich auch mit bequemen, häufig klimatisierten Bussen erreichen. Die großen Busgesellschaften sind Metro, Caribe Tours und Compañía de Autobuses; Platzreservierung ist zu empfehlen. Terrabus, Tel. 472-1080, bietet einen Busservice von Santo Domingo nach Port-au-Prince, Haiti, an (Fahrtzeit 8 Stunden, Preis ca. 90 US-$). Auf Nebenstrecken kommt man mit Kleinbussen, sogenannten Guaguas                         weiter, die man an den Ausfallstraßen oder den zentralen Plätzen der Orte besteigt oder aber durch Handzeichen am Straßenrand anhält. Ebenfalls als Personentransportmittel fungieren Kleinlastwagen mit offener Ladefläche, die Pick-ups.

Innerhalb der Städte und zwischen Provinzstädten verkehren die Carros Públicos (oder Conchos), Sammeltaxis, die feste Routen befahren. Mitgenommen wird, wer sich an den Straßenrand stellt und Handzeichen gibt. Taxis sind erheblich teurer. Die ca. 30-minütige Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt von Santo Domingo kostet rund 20 US-$. Die billigste Art des motorisierten Transports, vor allem an der Nordküste, sind die Mopeds, sogenannte Motoconchos. Den Fahrpreis vorher aushandeln!